Jahresbericht 2001 von Max Gallmeier
"Liebe Indiofreunde, | ||
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das Jahr 2000 war von massiven wirtschaftlichen Veränderungen geprägt. Durch eine Währungsreform, die "Dollarisierung", gibt es keine nationale Währung mehr. Der Dollar ist jetzt offizielles Zahlungsmittel. Die Umstellung brachte zuerst eine Verteuerung von 100% und dann über das Jahr eine Inflation von 91%. Dazu kam noch der schlechte Eurokurs. Doch unsere Arbeit ging trotz all dieser Probleme gut voran und es gab sehr große Erfolge. Hervorzuheben ist vor allem die politische Einflußnahme der Indios: Im Jahr 2000 hat ein Indianer zum ersten Mal in der Geschichte das Bürgermeisteramt in Guaranda übernommen. Unsere Arbeit war im Jahr 2000 folgende: |
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Lehrlingswerkstätten | ||
| Große Nachfrage Filialen in Simiatug und San Miguel Auszeichnung: Beste Ausbildungsstätte in Ecuador |
Die Ausbildung von jungen Indios liegt uns sehr am Herzen. Die Nachfrage nach den Ausbildungsplätzen ist groß. Wir haben bereits zwei Filialen in San Miguel und Simiatug eröffnet. Insgesamt besuchten im vergangenen Jahr 781 Schüler unsere Ausbildungszentren. Damit ist gegenüber dem Vorjahr (487) ein starker Zuwachs zu verzeichnen. Die Ausbildungsbereiche waren:
Wir gaben also vielen jungen Menschen die Möglichkeit einen Beruf zu erlernen. Unsere Lehrlingswerkstatt wurde als beste Ausbildungsstätte für Jugendliche in ganz Ecuador ausgezeichnet. |
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Sozialhilfe | ||
| Waisenkinder und geistige Behinderte notwendige Operationen |
Diese zwei Sozialgruppen sind uns besonders wichtig, weil sie so sehr auf unsere Hilfe angewiesen sind. Sie wurden von uns wie immer gut betreut und versorgt. Wie jedes Jahr wurden auch notleidende Menschen von uns betreut. 38 Menschen erhielten Unterstützung bei Operationen. |
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Krankenhäuser | ||
| Krankenhaus von Chillanes und Guaranda | Die Krankenhäuser von Guaranda und Chillanes wurden finanziell unterstützt, damit sich auch die Ärmsten versorgen konnten. Das Krankenhaus in Guaranda erhielt von unserer Stiftung 60 dringend benötigte neue Matratzen und Bettzeug. Die beiden Krankenwagen wurden von uns ständig instand gehalten. | |
Simiatug/Chocha Colorada | ||
| neues Vermarktungssystem Schule in Cocha ist fertig |
Um die Indios unabhängig von den Zwischenhändlern zu machen, haben wir im Jahr 2000 erstmals ein eigenes Vermarktungssystem aufgebaut, damit sie ihre eigenen Produkte besser verkaufen und andere Produkte billiger einkaufen konnten. In Cocha Colorada wurde die Schule fertiggestellt und an die Indios übergeben. |
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San Miguel | ||
| Schneiderschule - Baubeginn | In der Schneiderschule begannen wir den Bau von insgesamt neun neuen Schulräumen. | |
Cruz del arenal (4250 m) | ||
| Strom und Wasser Ökologie |
Im Jahr 2000 haben wir mit dem Bau eines Wasserkraft- Ein Teil der Schafe wurden aus ökologischen Gründen bereits durch Lamas ersetzt. |
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Nachbarschaftshilfe | ||
| Sozialer Zusammenhalt senkt die Kriminalitätsrate Viehdiebstähle um 80% verringert! Zusammenarbeit mit Polizei |
In den vergangenen Jahren hat der Staat Ecuador die finanziellen Mittel für die Polizei immer weiter gekürzt. Als Folge stieg die Zahl der Verbrechen, insbesondere die der Viehdiebstähle, stark an. Die Täter kamen meist von außerhalb und beraubten die Indios damit ihrer Existenz- Aus diesem Grund wollten wir erreichen, dass die Indios ein stärkeres Bewußtsein für den sozialen Zusammenhalt entwickelten. Durch Schulungen und Informationen in den Dörfern, insbesondere durch Mithilfe der örtlichen Geistlichen, haben wir auf diesem Gebiet schon viel erreicht. Die Kriminalitätsrate ist massiv gesunken, die Zahl der Viehdiebstähle hat sich um 80 % verringert. Die Indios werden auch dazu erzogen, mit der Polizei zusammenzuarbeiten. In Balsabamba beispielsweise stifteten die Dorfbewohner aus eigenen Mitteln "ihr" erstes Polizeimotorrad. |
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Kinder und Senioren | ||
| großartiges Erlebnis mit sozialer Wirkung | Monatlich unternehmen wir mit armen, hilfsbedürftigen Senioren und mit Kindern aus den abgelegendsten Indio-Dörfern Busfahrten. Für alle ist das ein großartiges Erlebnis, das sie in ihrem Alltag sonst oft ein Leben lang nicht hatten. Neben der rein menschlichen Absicht versprechen wir uns davon eine starke soziale Wirkung. | |
Bus | ||
| wirtschaflicher Einsatz | Unser Bus ist das ganze Jahr im Einsatz, nicht nur für die Stiftung selbst, sondern zum Beispiel auch für die Universität in Quito. Durch die Vermietung erzielten wir einen Reingewinn, den wir wiederum für die Fahrten unserer Kinder und Senioren (s. o.) einsetzen konnten. | |
Umwelt/Aufforstung | ||
| Stärkung des Umweltverständnisses | Im vergangenen Jahr haben wir vor allem versucht, das Umweltverständnis der Indios zu verstärken. Das beginnt schon in den Schulen; der Bürgermeister von Guaranda hat uns gebeten, ihn dabei zu unterstützen. Die Aufforstung hat sich inzwischen praktisch verselbständigt. | |
Frauenbewegung | ||
| Zusammenschluss der Frauen | Erstmals haben sich im vergangen Jahr die Indio-Frauen zusammengeschlossen und werden von uns geschult. Verantwortlich dafür ist Silvana, meine Frau. Finanziert werden die Maßnahmen von der Stiftung. Die Frauen sollen damit bessere Berufsaussichten bekommen, sich sozial verbessern und lernen, sich gegen Mißbrauch und Demütigung zu schützen. | |
Indiohilfe insgesamt | ||
| Vergelt's Gott! | Unsere Projekte haben inzwischen eine enorme gesellschaftliche Kraft. Immer mehr engagieren sich die Indios für die eigene Sache, sind gut ausgebildet und organisiert. Die Wahl eines Indios zum Bürgermeister von Guaranda verdeutlicht dies. Alle bisherigen Projekte werden natürlich fortgesetzt. Ich bedanke mich bei allen Spendern ganz herzlich. Erst sie ermöglichen uns die vielen Aktivitäten, mit denen wir den Indios zu ihren Menschenrechten verhelfen. Vergelt's Gott Euch allen und einen ganz besonderen Dank an meinen Bruder Werner!" Max Gallmeier |
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